Etwas Glück gehabt und mit Freikarte zum diesjährigen ADC gekommen, der im Vergleich zu letztem Jahr doch deutlich geschrumpft ist in seinen Ausmaßen. Finanzkrise *hust*
Wie dem auch sei, ich war eigentlich nur aufgrund eines Vortrages dort, dem von Star- und Modefotograf Mario Testino. Die als Gespräch geführte Veranstaltung ging leider nur etwas mehr als eine Dreiviertelstunde, in der man verfolgen konnte, wie Testino aus dem Nähkästchen plaudert. Seine Anfänge in London. Berühmtheiten, die sich vor seiner Linse jeglicher Kleidung entledigen. Sein technisches Unwissen, die Fotografie betreffend und die daraus resultierende Größe der Crew. Die daraus resultierende Preishöhe bei einer Buchung von ihm. Inspirationsquellen: Provokation, Filme, Galerien, Magazine… also eigentlich alles - sowie der Moment, in dem es gerade nicht passiert.
Hier noch ein weiterer Bericht über das Gespräch und einige von seinen doch ganz amüsanten Zitaten.
Was ich noch an Veranstaltungen mitbekommen habe, war eine etwas unbefriedigende Podiumsdiskussion über die Zukunft der Werbung, die sich irgendwie um sich selbst drehte und doch zu nichts führte. Na, vielleicht nächstes Jahr - in der Zukunft.
Letzten Samstag war der Art Directors Club bei uns in der btk; sozusagen als frühes Main-Event des Jahres. Grundsätzlich gilt: Wer nicht mindestens zwei Wochen bei Springer & Jacoby gearbeitet hat, darf dort eh nichts vortragen. Sechs Personen, die dieses Kriterium erfüllen, mit unterschiedlichem Schwerpunkt haben dann von 10 bis nach 18 Uhr die Arbeit in einer Werbeagentur - so gut es in der knappen Zeit ging - umrissen. Angefangen vom Briefing über die Idee zum Texter, eine Stunde Layoutideen und statt etwas über Film gab es Stand-up Comedy vom Feinsten über den Werbeagentur-Alltag. Und abschließend interaktive Beispiele aus dem Internet.
Teilweise etwas schwierig einzuordnen, ob das nun wirklich die angekündigte “Starthilfe” war oder nicht. Klar, es wurde was erklärt und man konnte Kontakte knüpfen (beispielsweise direkt die Straße runter *g*), aber ich hätte mir jetzt mehr in Richtung “Wie komme ich in eine Werbeagentur?” vorgestellt. Den Rest gibts ja an sich schon beim Studium von Dozenten, die auch in Agenturen nicht bei Springer & Jacoby arbeiten, ausführlicher, da nicht auf eine Stunde begrenzt. Aber wer beschwert sich hier… So war es zur Hälfte eine gute Zusammenfassung relevanter Themen und zur anderen Hälfte Inspirationsmittel angucken, die man unter Umständen sonst nie zu Gesicht bekommen hätte.
Hab gerade entdeckt, dass WhiteWall endlich in die nächste Phase gegangen ist, und man nun wirklich was zu sehen bekommt.
WhiteWall ist die Galerie im Web 2.0. Bedeutet: man kann dort kostenlos Bilder hochladen, um die Drucke an Interessenten auf der ganzen Welt zu verkaufen, so sie das denn wollen. Vorher geht das ganze noch durch eine Jury, die aus der Community selber gebildet wird und bewertet, wie gut die Bilder sind und daran den Preis festsetzen. An sich ein ganz gutes Konzept. Hatte mich selber schon vor ca. einem Monat dort angemeldet, war bzw. bin aber noch skeptisch… mit dem Hochladen tritt man sein Verkaufsrecht ab, da das ja nun über WhiteWall geschehen soll. Mal schauen, wie sich das alles weiter entwickelt.
Entweder ich bin zu blöd, oder das ist wirklich fast alles sehr banal und unbedeutend da. Die Verteidigung (documenta-Leiter Roger-Martin Buergel) kontert mit komplexen Zusammenhängen und dem Kern der Zeit (der nicht banal/beliebig ist?). Hab mir auch leider keinen Katalog gekauft, um die Komplexität der Ausstellung komplett erfassen zu können, denn offensichtlich ist der dazu nötig. Wobei man natürlich überlegen kann, wo denn Beliebigkeit aufhört und Komplexität anfängt…
Aber um das alles nicht bloß auf dem Boden zu zerstampfen… Es gibt durchaus schöne Ausstellungskonzepte und Werke zu sehen, für die sich aus meiner Sicht aber keine so lange Fahrt gelohnt hat. Ist immerhin ein ganzer Tag flöten gegangen. (Und das Wetter war auch scheiße… *g*)
Vielleicht später Fotos.

Kurz zusammengefasst: Wer nicht in der Nähe wohnt, sollte da nicht unbedingt hinmüssen.
If your Yahoo! ID is based in Singapore, Germany, Hong Kong or Korea you will only be able to view safe content based on your local Terms of Service so won’t be able to turn SafeSearch off. In other words: german users can not access photos on flickr that are not flagged “safe” … only flowers and landscapes for germans …
Ja, natürlich ist es extrem uncool jetzt, über die flickr-Zensur zu bloggen. Schon allein weil das auch schon wieder so alt ist, dass fast die nächste Woche begonnen hat und es somit schon so ziemlich jeder andere Trottel getan haben wird. Aber ich denke mal, es ist trotzdem ein guter Auftakt für die neue Kategorie. Thema!
In fünf Jahren sind da drüben nur noch blühende Landschaften
Helmut Kohl
…zu sehen… aus drüben wurde mittlerweile ganz Deutschland sowie zuerkannte Gebiete (Österreich und Schweiz). Und Singapur, Hongkong und Korea, die neuen Nachbarländer quasi. Aber ist ja irgendwie von nem gewissen Standpunkt aus alles drüben.
Sowieso ne interessante Strategie die yahoo seit der Übernahme von flickr verfolgt. Neulich erst die free accounts mit 2gb Traffic aufmotzen, damit die schneller auf ihre 200 maximal sichtbaren Bilder kommen und sich dann brav alle einen pro account zulegen, mit dem man dann sogar die Bilder in mehr als 10 Gruppen posten kann, und nun doch lieber versuchen die pro user loszuwerden… Macht kaputt was euch kaputt macht, flickr loves you!